Jakobskirche / Jakobsweg

 




Vor den Quadern, vor der Mauer der romanischen Kirche stehe ich wie vor einer fremden Welt aus einer fernen Zeit, aus einer Zeit auch, in der die Unbilden von Natur und Mensch bedrängender, das Schützen und Abwehren noch mehr geboten waren.

 So sehr die Kirche einladend sein soll, damit ich ihren inneren Reichtum entdecken und mich in ihr ganz daheim fühlen kann, so sehr steht sie doch auch für eine andere, ganz andere Welt. In sie kann ich nicht einfach leichten Schrittes hinüberwechseln, in sie kann ich nur durch Veränderung meiner selbst eintreten. So blicke ich zu den Stufen und hinauf zu dem Einlaß, in dem die dicke Mauer sich auftut und mir den Weg nach innen freigibt. Was wird sich in mir verändern, wenn ich Schritt für Schritt hinaufsteige und die Festigkeit der Mauer durchschreite?



St. Jakob in Schondorf am Ammersee


Bildmeditation von Abt Dr. Odilo Lechner
Aus: Reinhard Weidl, „Dorfkirchen in Oberbayern“


St. Jakobs-Kirche in Schondorf am Ammersee

Die St. Jakobs-Kirche wurde 1149 von Chuonradus aus dem Adelsgeschlecht der Schondorfer erbaut. Sie steht auf einer leichten Erhebung am früheren Ammerseeufer gegenüber der Anlegestelle der Ammerseeschifffahrt.

An das Langhaus des mächtigen Quaderbaus aus unverputzten Tuffsteinen schließt sich zum See hin die halbrunde Apsis an. Über dem eigentlichen Kirchenschiff liegt ein zweiter Raum, den man über eine Treppe in der zwei Meter dicken Tuffsteinmauer erreicht. Früher konnte man den Raum auch über den heute vermauerten Eingang erreichen, der sich in fünf Meter Höhe in der Westwand der Kirche befindet.

In der Kirche zieht der barocke Hochaltar die Blicke an. In der Mittelnische steht die Figur des Kirchenpatrons, des Heiligen Jakobus des Älteren, seitlich unter den Baldachinen links der Heilige Paulus und rechts die Heilige Katharina von Alexandrien. An einem Pfeiler im Langhaus wurde 1892 ein romanisches Wandgemälde mit der Halbfigur der Gottesmutter aufgedeckt. In der Kirche hing ein sehr wertvolles romanisches Kreuz aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, das im März 1944 gestohlen wurde. Das romanische Kreuz, das heute in der Kirche hängt, wurde von Prof. Hans Herrmann und Dr. Egon Kormann im Jahr 1969 gestiftet



Auf dem Weg nach Santiago de Compostela



Der Münchner Jakobsweg



 


Schondorf am Ammersee

 

 

 



Der Münchner Jakobsweg

Die Beschilderung des Jakobsweges ist eine Initiative des Landwirtschaftsamtes Fürstenfeldbruck im Zusammenwirken mit den „Münchner Jakobspilgern“.





Die feierliche Eröffnung des Weges fand am Sonntag, 25. Mai 2003, in Schondorf am Ammersee in der Seeanlage am Fuß der romanischen St. Jakobs-Kirche statt.



Begleitprogramm:

Kirchenführungen St. Jakob Musik und Meditation in St. Jakob Theater und Musik rund um die St. Jakobs-Kirche

Das Schondorfer Jakobsspiel von Erwin Ulrich
 „D’r Jokl und sei’ Jakobsweg“





Ausstellung des
„Größten Weihrauchfasses der Welt“
Pilgermarkt
Bewirtung durch Gastronomie und Vereine

am Wilhelm-Leibl-Platz und am See





Auskunft:
Gemeinde
Schondorf a. Ammerse
Rathausplatz 1, 86938 Schondorf a.Ammersee
Tel.  08 192 – 93 35 0
Fax  08 192 – 93 35 40
E-Mail:     vg@schondorf.de 
Internet   
www.schondorf.de



Tourismusbüro

Bahnhofstraße 44
86938 Schondorf a.Ammersee
Tel.  08 192 – 88 99
Fax  08 192 – 99 88 10
E-Mail:     tourismus@schondorf.de
Internet:   www.schondorf-tourismus.de



Liebe Jakobspilger,
verehrte Gäste in Schondorf am Ammersee,



das Grab des Apostels Jakobus des Älteren in Santiago
de Compostela war das Ziel von Millionen von Pilgern im Mittelalter.


 Die Jakobuswege überspannen Europa wie ein Spinnennetz. Sie führen die Pilger aus ganz Europa quer durch den Kontinent nach Galicien im Nordwesten Spaniens und vereinen sie in der Kathedrale von Santiago de Compostela, dem Heiligtum des Apostel Jakobus.


Der Europäische Rat hat den Jakobusweg zur Europäischen Kulturstraße erklärt; auf diesem Weg kann man sowohl die Vielfalt als auch die Einheit Europas sichtbar erleben
.


Die Jakobs-Kirche in Schondorf am Ammersee war wohl eine Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Im Jahre 1999 haben wir das 850jährige Jubiläum unserer Jakobs-Kirche mit einem historischen Pilgerfest gefeiert.


Jakobuspilger werden von Pfarrer Johannes May und Pfarrer Bernd  Busch in  Schondorf am Ammersee empfangen


Wir freuen uns, dass die Initiatoren des „Münchner Jakobsweges“ von München nach Bregenz sich unseren Ort für die offizielle Eröffnung des Weges ausgesucht haben.


Auf dem Weg von München über Schäftlarn und Andechs nach Schondorf und weiter über Dießen, Wessobrunn, Steingaden, Kempten bis nach Bregenz, aber auch in unserer romanischen Jakobs-Kirche, können Sie die Faszination des Jakobspilgerweges erfahren.



Wir wünschen Ihnen, egal ob Sie nur ein Stück des Weges zurücklegen oder ob Sie sich auf den Weg machen zum 2700 km entfernten Grab des Apostels Jakobus, einen angenehmen Aufenthalt in unserer Gemeinde, bei der  Begegnung mit den Menschen und der Natur und der Einkehr in der Stille unserer Jakobs-Kirche.


Gemeinde Schondorf a. Ammersee



Schondorf am Ammersee
Anerkannter Luftkurort


Die Gemeinde Schondorf liegt am Nord- westende des Ammersees, eingebettet in eine malerische Erholungslandschaft voll Schönheit und Harmonie.
Die ursprüngliche Fischer- und Bauernsiedlung hat sich heute zu einem beliebten Villen- und Urlaubsort entwickelt.


Der Ort wurde schon frühzeitig ob seiner Schönheit von Künstlern und Wissenschaftlern entdeckt.

Der Maler Wilhelm Leibl verlebte hier wohl seine glücklichsten Jahre und schuf einige seiner bedeutendsten Bilder.

 Schondorfer Leben klingt in den Kompositionen von Hans Pfitzner mit, der zehn Jahre in Schondorf lehrte und komponierte.

Bert Brecht
verbrachte hier gern
 seinen Urlaub.

 Die Siedlungsgeschichte der Seegemeinde reicht zurück bis in die Hallstattzeit. Aus dieser Zeit stammen Hügelgräber im benachbarten Wald, dem Weingarten.


Von der Römerherrschaft in Bayern zeugt eine römische Badeanlage, die 1924 im Süden von Schondorf ausgegraben wurde.




Darstellung des hl. Jakobus am Antependium in der Jakobskirche in Schondorf am Ammersee

Die erste schriftliche Erwähnung von Schondorf verdankt man einer Urkunde aus dem Kloster Benediktbeuern, nach der Schondorf bereits um 750 bestand.

Nach dem 12. Jahrhundert erscheinen in den Geschichtsquellen erstmals die Herren von Schondorf,
ein Adelsgeschlecht,
das von den Grafen von Dießen und Andechs abhängig war.

Zeugen
 einer reichen Geschichte sind die romanische Kirche St. Jakob (1149), einer der besterhaltenen romanischen Sakralbauten des Alpenvorlandes,

und unser Wahrzeichen,
 die weithin sichtbare
St. Anna-Kirche
(1499);
 ursprünglich im gotischen Stil erbaut, wurde sie  im 17. und 18. Jahrhundert in barockem Stil umgestaltet.

 Weiter Informationen: http://www.hanna-jakobsweg.de