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Die
Gemeinde Schondorf hat einem zentralen Platz im Ort den Namen eines
Malers gegeben, der in unserem Dorf gerade etwa zwei Jahre gelebt
hat. Doch in diesen zwei Jahren sind in Schondorf Kunstwerke
entstanden, die den Namen Schondorfs in die Geschichte der Malerei
eingetragen haben.
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Wilhelm
Leibl 1844- 1900 |

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23.10.1844
in Köln geboren
Wilhelm
Leibl wurde am 23. Oktober 1844 als Sohn des Domkapellmeisters Karl Leibl
in Köln geboren Mit sechzehn Jahren verließ er das Gymnasium. Nach einer
kurzen Lehre als Schlosser wurde er 1861 - 1863 Schüler bei dem Kölner
Maler Hermann Becker.
1863
-
1869
München
Im Frühjahr 1864
begann Leibl ein Studium an der Münchner Kunstakademie. Arn Ende seiner
Studienzeit malte er das Bildnis der Frau Mina Gedon, das 1869 in der
Internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast ausgestellt
wurde. Das Bild erregte die Aufmerksamkeit von Gustave Corbet und brachte
ihm eine Einladung nach Paris, wo das Bild im Pariser Salon mit einer
Goldenen Medaille ausgezeichnet wurde.
1869 -
1870
Reise
nach Paris
Der Aufenthalt in
Paris war eine sehr produktive Zeit, brachte die Begegnung mit der französischen
Kunst.
Unter anderem entstand das
Bild die "Junge Pariserin" (1870) uns besser unter dem Namen die
"Kokotte" geläufig. Die Kokotte war es wohl auch, die später
zum ziemlich abrupten Abbruch des Aufenthalts in Schondorf führte.
1870
- 1873 München
1870 kehrte
Leibl nach München zurück. In diese Zeit von 1871 -1873 fällt auch die
Gründung des sogenannten Leibl-Kreises, eine Zeit intensiven künstlerischen
Erfahrungsaustausches. (Karl Schuch, Wilhelm Trübner, Albert Lang, Alt,
Hirth, Johann Sperl, Karl Haider, Fritz Schider)
1873
– 1874 Graßlfing bei Dachau (Dachauer Moos)
1875
– 1877
Schondorf a. Ammersee
In Schondorf erlebte Leibl eine glückliche Zeit.
Die Freiherren von Perfall
gestatteten ihm,
in ihrem Revier zu jagen, er
verliebte sich in die Gastwirtstochter
Theresia Baur, die
Stieftochter des
Wirtes von der Post, die von ihm ein Kind
(Sohn Karl) bekam, das aber
11.06.1876 Sohn Karl geboren (starb im März 1877)
1876
Der Jäger (Baron von Perfall)
Portrait Max Freiherr von Perfall
1877
Die
Dorfpolitiker oder die katasterlesenden Bauern
Das ungleiche Paar Wirtsresl" mit dem alten Böck,
dem Seelenz
Bildnis des Malers Karl Schuch
Seine Leidenschaft war die Jagd und das Segeln
Kraftprotz
Kokotte nach Schondorf
1877
Schloß Holzen (Lechebene)
beim
Grafen Treuberg
1878
- 1881
Berbling
Die Frauen in der Kirche
1881
- 1892
Bad
Aibling
Die
Wildschützen - Vier
Wilderer
Dem
Bild war ein Mißerfolg im Pariser Salon beschieden.
Leibl
zerschnitt das Bild. Heute sind nur noch Fragmente zu sehen.
1892
- 1900
Kutterling (Wendelstein) zusammen mit Johann Sperl
Herzbeschwerden
infolge der Überforderung, der er sich bei seiner
Arbeit aussetzte aber auch als Folge seine Kraftmeierei.
Kuraufenthalt in Bad Nauheim und anschließend Aufenthalt in einer
Klinik in Würzburg wo er seinem Herzleiden erlag
4. 12.1900
in Würzburg gestorben.
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